• Andrea Kemmeter

Sport ist Mord?!

Sport ist Mord?!

Ja, irgendwie wissen wir alle, dass Bewegung wichtig ist. Dass wir regelmäßig Sport machen sollten. Am besten ins Fitnessstudio gehen. Am deutlichsten wird das ab dem 01. Januar, wenn alle ihre guten Vorsätze umsetzen wollen und neue Mitgliedschaften abschließen. Die ersten Wochen ist man noch voll motiviert, hat vielleicht sogar ein bisschen Spaß am Gerätetraining. Man befolgt den vom Coach erstellten Trainingsplan und klagt bei den Kollegen über den Muskelkater als kleine Trophäe für die getane Arbeit. Und dann passiert das scheinbar unvermeidliche - die Motivation lässt nach, man geht seltener, irgendwann gar nicht mehr. Die Mitgliedsgebühren werden weiter gezahlt, das schlechte Gewissen wird größer und man fängt an Ausreden zu finden. "Keine Zeit", "Zu viel los", "Stress im Job". "Ab nächstem Monat geh ich wieder hin". Und so lässt man die Zeit vergehen bis der nächste 01. Januar kommt und sich alles wiederholt. Klingt doch irgendwie frustrierend. Und doch scheinen wir zu denken, dass das der eine richtige Weg ist und tun immer wieder das Gleiche in der Hoffnung auf ein anderes Ergebnis. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, weil ich auch mal so war. Ich konnte nie verstehen wie jemand Sport als sein Hobby bezeichnen kann. So ähnlich wie ich nicht verstehen kann warum jemand scharfes Essen mag. Beides sind doch eigentlich nur Schmerzen, was ist daran toll? Und jetzt kommt meine bahnbrechende Erkenntniss: Achtung... Es geht auch anders!

Ja, tatsächlich würde ich mich heute als Sportbegeistert bezeichnen und suche sogar Hotels nach deren Bewegungsangebot aus. Ein paar Tage ohne Training machen mich unglücklich und unausgeglichen. Zwei Dinge hat es für mich gebraucht um dahin zu kommen: Zu erst habe ich Sportarten gefunden, die mich tatsächlich begeistern. Ich fing an mit Ballett, dann mit Ballett-Workouts und Zumba und habe dann Strong Nation für mich entdeckt. Später kamen auch Golf und Krafttraining dazu. Und dieser Umstand hat dann endlich dazu geführt, dass ich eine gewisse Grundfitness aufgebaut habe. So habe ich bessere Fortschritte gemacht und - vor allem - war Sport für mich dann keine Qual mehr. Im Nachhinein würde ich das als die wichtigste Veränderung überhaupt bezeichnen. An den Punkt zu kommen an dem ich nach einem Training nicht völlig fertig und abgekämpft bin, sondern mich energetisiert, kraftvoll und gut fühle. Darauf kann man aufbauen. Bewegung bedeutet nicht automatisch, dass man sich in einem Fitnessstudio an Geräten oder mit Gewichten abarbeiten muss. Es kann auch bedeuten, dass man regelmäßig spazieren geht, tanzt oder mit Freunden Tischtennis spielt. Deshalb ist mein unbedingter Tipp: Such dir etwas das dir persönlich Spaß macht. Das sich für dich gut anfühlt. Und wenn das nur bedeutet jeden Abend eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Finde etwas das dich gerade genug herausfordert, dass dir die Hürde nicht zu hoch erscheint. Wenn du das ein Weile machst wirst du auf einmal feststellen, dass es plötzlich einfacher wird und dann suchst du dir etwas schwereres.

Arbeite dich langsam vor und sei gedulig mit dir selbst. Aber vor allem: Egal was dazu führt, dass du eine Pause einlegen musst - fang danach einfach wieder an! Wir denken oft "Jetzt ist es eh schon egal" und lassen es dann ganz bleiben. Immer wieder zurück zu kommen ist aber der sicherste Weg für Fortschritt. Kleine aber dafür beständige Schritte machen. Das ist es was tatsächlich eine nachhaltige Veränderung bringt. Wo siehst du dich da aktuell? Bewegst du dich gern, oder würdest du dich eher als "Sportmuffel" bezeichnen? Hast du vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich? Welche Themen im Bereich Sport und Fitness interessieren dich noch?

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