• Andrea Kemmeter

"Haben Sie noch Sex, oder spielen Sie schon Golf?"

Wer kennt dieses Klischee nicht?

Golf spielen ist nur etwas für alte Männer. Es ist langweilig und anspruchslos und im Grunde gar kein richtiger Sport. Oder?!


So oft lassen wir uns in unseren Entscheidungen von Vorurteilen beeinflussen und schließen deshalb Dinge aus noch bevor wir ihnen ernsthaft eine Chance gegeben haben.

Das gilt auch für Sportarten.

Wenn es darum geht regelmäßig Sport zu machen denken viele vielleicht zuerst an Laufen, Radfahren oder Gerätetraining im Fitnessstudio. Dabei gibt es unzählige Formen von Bewegung.

Auch spazieren gehen zählt dazu.

Hat man einmal Bewegungsformen gefunden die man tatsächlich gerne ausübt ist es nicht mehr so schwer daraus eine Gewohnheit zu machen.

Genau deshalb ist es auch so wichtig verschiedene Dinge auszuprobieren. Sich selbst die Möglichkeit zu geben etwas Neues zu erleben. Und dabei vielleicht überrascht zu werden.


Ich hätte nie gedacht, dass ich Golf spielen würde bevor ich in Rente bin. Wieso auch?!

Doch da hätte ich einiges verpasst.

2018 habe ich mich zu einem Schnuppertag entschieden und war wirklich fasziniert wie spannend, abwechslungsreich und herausfordernd Golf tatsächlich ist.


Abgesehen von der Bewegung an der frischen Lust ist der Golfschwung eine extrem komplexe Bewegung bei der der ganze Körper gefordert ist. Außerdem wird Koordination und Taktik trainiert.

Und man kann mehrere Stunden schöne Natur und ganz viel Grün genießen.


Tatsächlich finde ich, dass man beim Golf spielen extrem viel fürs Leben lernt.

Man trainiert nämlich vor allem die Frustrationstoleranz.

"Der kürzeste Golfwitz der Welt: 'Jetzt kann ichs.'"

Was an einem Loch super funktioniert kann kurz darauf schon wieder nicht reproduzierbar sein.

Und je mehr man sich anstrengt es zurück zu holen um so schlimmer wird es oft.

Man lernt also mit Rückschlägen umzugehen, jeden Schlag zu bewerten als wäre es der erste gewesen, äußere Umstände auszublenden und sich nur auf sich selbst zu konzentrieren.

Dazu kommt, dass man vor allem gegen sich selbst antritt. Man versucht heute besser zu spielen als gestern und morgen besser als heute.

Und das lässt sich direkt ins echte Leben übertragen.


Ein Vorurteil ist allerdings leider wahr: Im Vergleich zu anderen Sportarten ist Golfspielen nicht günstig. Selbst wenn man die nötige Ausrüstung (Schläger, Bälle, Tees, usw.) ausleihen oder günstig gebraucht kaufen kann können Mitgliedschaften in Golfclubs und/oder Greenfees (also Spielberechtigungen für einzelne Golfplätze) ganzschön ins Geld gehen.

Schnuppertage werden aber für wenig Geld auf den meisten Golfplätzen angeboten.

So hat man die Möglichkeit ohne große Investition erstmal zu testen ob einem der Sport Spaß macht oder nicht.


Es soll aber vor allem ein Beispiel dafür sein, dass man ein Hobby oft dort findet wo man ursprünglich gar nicht suchen wollte.

Wenn du also mit den gängigen Sportarten nichts anfangen kannst, oder einfach noch nichts gefunden hast was dich in Bewegung bringt, dann probier doch mal etwas ganz Neues aus. Vielleicht wirst auch du überrascht sein.


Hast du schon mal eine neue Sportart ausprobiert von der du erst nicht gedacht hättest, dass sie dir Spaß macht?

Spielst du Golf oder interessierst dich dafür und willst mehr darüber wissen?

Welche Sportarten interessieren dich?

Schreibe mir. Ich freue mich von dir zu hören.

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