• Andrea Kemmeter

Das Leben ist nicht linear

Eine Sache machen Menschen besonders gerne: Geschichten erzählen. Das steckt tief in uns verwurzelt und ist Teil unserer Evolution.

Am liebsten mögen wir Geschichten die linear verlaufen. Jemand hat ein Problem und löst es. Oder ein Liebespaar setzt sich über alle Schwierigkeiten hinweg um am Ende endlich zusammen zu kommen. Auch lineare Erfolgsgeschichten lieben wir besonders. Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Unten Anfangen und oben rauskommen.

Filme, Serien, Bücher, oft auch Gedichte sind genau so aufgebaut. Das geht sogar soweit, dass uns die Geschichten am wenigsten gefallen, die kein Happy End oder sogar ein offenes Ende haben.


Und dabei ist das Leben aber ganz anders. Es ist nicht-linear. Voller Höhen und Tiefen, Gutem und Schlechtem gleichzeitig.

Mir ist selbst oft nicht bewusst wie sehr die Geschichten in Filmen, Serien und Büchern meine Vorstellung von der Welt und meine Erwartungen an das Leben beeinflussen.

In schlechten Zeiten hilft es einem zu denken "Es kommen auch wieder bessere Tage", "Das geht auch wieder vorbei." Aber, wenn die Dinge gut laufen, oder sich sogar verbessert haben, erwarten wir, dass es jetzt immer so weiter gehen wird. Dass es jetzt gut bleibt, dass wir jetzt am Ende der Geschichte angekommen sind. Dazu gibt es sogar den populären Spruch "Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende."


Ich finde, das alles bringt uns in eine Erwartungshaltung, die uns am Ende nur enttäuschen kann. Und das ist schade.

Denn das Leben ist nunmal nicht linear. Es gibt kein dauerhaftes Happy End. Aber genauso gibt es eben auch keine dauerhaft schlechten Zeiten. Alles geht vorbei. Alles.


Oft sehen wir deshalb auch Fortschritt nicht als das was er ist, weil es zwischendurch immer wieder Rückschläge gibt. Zwei Schritte nach vorne, ein Schritt zurück. Das ist immer noch Fortschritt auch wenn es uns nicht so vorkommt.


Selbstverständlich muss man nicht immer optimistisch sein. Man muss nicht immer lachen, oder alles schön finden. Man darf sich ärgern über die schlechten Dinge in der Welt, oder über die eigene Situation. Aber zu erwarten, dass es immer gut sein kann und nie mehr schlechter wird, entspricht nicht der Realität und macht uns am Ende unglücklich.


Wie siehst du das? Bist du auch von den Happy Ends in Filmen geprägt und siehst das Leben gern linear?

Und warst du deshalb schon mal vom Leben enttäuscht?

Lass uns darüber reden.

Ich freue mich von dir zu hören.

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